Thursday, February 16, 2017

Reiseziel – Schiras

Schiras – eine Großstadt pflegt die persische Gartenkultur

Schiras zählt zu den fünf größten Städten des Irans und gehört dennoch auch zu den charmantesten Städten des Landes. Die Universitätsstadt hat es geschafft, auch als moderne Stadt mit zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen ihren Liebreiz zu erhalten.

Von der Königsstadt zur Universitätsstadt

Schon 2000 v. Chr. War das heutige Stadtgebiet besiedelt, wie elamische Fundstücke beweisen. Die Blütezeit der Stadt erstreckte sich bereits über das Persische Reich, denn sowohl die Achämeniden als auch die Sassanieden, zwei der mächtigsten Königshäuser des Landes, hatten ihre Wurzeln in Schiras. Einst soll die Stadt Standort des königlichen Schatzhauses gewesen sein und wurde schon im Persischen Reich zum kulturellen Zentrum. Obwohl die Stadt ab dem Mittelalter immer wieder Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen war, erlebte die Stadt immer wieder neue Blütezeiten. So wurde die Stadt auch zur Kulturhauptstadt des Irans erklärt und trägt bis heute diesen Titel mit Stolz. Doch Schiras ist auch zum wichtigen Wirtschaftsstandort des Irans aufgestiegen und eine der bekanntesten Universitätsstädte des Landes.

Der Garten des Irans

Bis heute ist die iranische Stadt noch von ihren persischen Wurzeln geprägt, dies zeigt sich nicht nur in der Teppichknüpfkunst, sondern auch in der persischen Gartenkunst, die in Schiras ihre Wurzeln hatte und bis heute noch in der Stadt zelebriert wird. So zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt die Gartenanlagen Bāgh-e Erām und Bāgh-e Afif-Ābād, der Orangengarten Bagh-e Narandschestan und der Delgoscha-Park. Der Bāgh-e Erām wurde aufgrund seiner Schönheit und seines Alters zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben. War er einst der Garten der Könige, so dient er heute der Universität der Stadt als botanischer Garten. Die persische Gartenkunst sorgt dafür, dass alle Gärten Blumenbeete, Rasenflächen und Wasserflächen beinhalten. Dies ist in Schiras nicht nur in den öffentlichen Gärten der Fall, sondern auch viele Privatgärten werden bis heute noch nach altem Vorbild angelegt und gepflegt. Besonders rund um den alten Basar lohnt es sich einen Blick in die Innenhöfe zu werfen, dann hier finden sich zahlreiche schöne Wasserspiele in privaten Gärten. Bis heute spielt in der persischen Gartenkunst auch die Rose eine wichtige Rolle und so sind Rosen aus Schiras auch durch Hafis in der Weltliteratur ein Thema geworden.

 



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Sunday, February 5, 2017

Reiseziel – Rascht

Allgemeines über die Stadt Rascht:
Die Stadt Rascht gilt als Hauptstadt von der iranischen Provinz Gilan. Rascht liegt mit einer aktuellen Einwohnerzahl knapp über 650000. Daher wird Rascht auch als eine der größten Städte, in der dortigen Region um dem kaspischen Meer herum bezeichnet.

Vergangenheit der Stadt Rascht:
Die Geschichte der Stadt Rascht reicht weit zurück. Gilan, die iranische Provinz wurde in den vergangenen Jahrhunderten einige Male erobert. Vor allem die Sowjetunion trat mehrfach als Kriegsgegner in den Vordergrund. Zuletzt im Jahre 1941 bis 1946. Mittlerweile gehört die Provinz Gilan, nach vollständiger Rückeroberung durch iranische Truppen im Dezember 1946 zum Iran.

Infrastruktur der Stadt Rascht:
Bekannt wurde die Stadt Rascht für seinen fortschrittlichen Handel, welcher vor allem mit Obst und Gemüse sowie gefangenen Fischen stattfand. Zusätzlich werden in der Stadt auch viele Nadelstich Arbeiten an Teppichen ausgeführt. Für die Region um die Stadt Rascht bestehen zurzeit viele Planungen und Projekte im Iran. Unter anderem soll Rascht an die Bahnstrecke nach Aserbaidschan angeschlossen werden. Dies hätte den Vorteil, dass eine weitere Logistik Möglichkeit, für den Handel und Personenverkehr geschaffen werden würde. Die Gilana Hochschule sorgt für internationale Standards, wenn es um Bildung geht.

Klimatische Bedingungen in der Stadt Rascht:
Das Wetter in der Stadt Rascht hat im Vergleich zu anderen Teilen des Landes ein großes Extrem. Da das kaspische Meer und ein großes Gebirge in der Nähe sind, liegen viele Wolken mit Niederschlag häufig über der Stadt. Dadurch kommt es teilweise zu großen Mengen an Niederschlag, welcher dennoch von Jahr zu Jahr variieren kann. Aufgrund der vielen Regenfälle und einem milden Winter ist auch ein Anbau von Reis in der Gilan Provinz möglich. Insbesondere fällt darunter die Stadt Rascht.



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Tuesday, January 24, 2017

Reiseziel – Maschhad

Ein Dorf wird berühmt

Ein völlig unbedeutendes Dorf in Persien wurde um das Jahr 823 zum Ort des Märtyrers (Maschhad ar-Rida), nachdem dort der Imam Reza mit Gift umgebracht wurde. Die Iraner ehrten ihn, indem sie ein riesiges Heiligtum (Maram)bauten. Der Komplex erweiterte sich ständig (auf heute fast 600.000 qm) und wurde aufgrund der Goharschad-Moschee, die eine Meisterleistung der Architektur ist, zu einer heiligen Stätten des Islams. Heute enthält es die größte Sammlung von Kunst und Kultur im Iran und jedes Jahr kommen bis zu 20 Millionen Besucher die Stadt.

Maschhad – ein unvergeßliches Erlebnis

Maschad wurde die zweitgrößte Stadt nach Teheran und ist politisch wie auch religiös ein wichtiges Zentrum in dem sich das schiitisch-religiöse Leben gut beobachten läßt. Die Pilger trauern heute noch im Haram um ihren Imam. Ein schönes Erinnerungsfoto des Haram-Komplexes gelingt vom Platz Falakeh Ab (Beit-o Moqaddas Square) im Herzen der Stadt. Von hier aus sieht man die Kuppeln und Minarette des Haram.

Bauwerke, die neben dem berühmten Haram oft vergessen werden!

Außerhalb des Schrein-Komplexes Haram steht die beeindruckende 72-Märtyrer-Moschee oder Schah-Moschee aus dem 15. Jahrhundert, mit Timuriden-Fliesen und Laternen. Ein anderes wundervolles Bauwerk ist Boq’eh-ye Khajeh Rabi, ein Mausoleum mit blauer Kuppel für einen der Apostel des Propheten Muhammad. Hier wollte der ermordete Imam Reza Ehrenbezeugungen für den Apostel vornehmen.

Zwei Traditionen: Teppiche und das Hamam

Aber nicht nur die Bauwerke machen die Stadt bekannt, sie ist auch der iranische Umschlagplatz für Safran und Heimatort berühmter Künstler und Literaten im Iran. Eine vielseitige Teppichproduktion, mit großen Teppichen mit Medaillonmotiven findet hier statt und die Teppiche werden unter der Bezeichnung Mesched vertrieben. Sie werden aus Chorasan-Wolle gefertigt, die besonders weich sind. Diese Perserteppiche werden asymmetrisch mit einer Knüpfdichte von 160.000-350.000 Knoten pro Quadratmeter geknüpft. Im Teppich Museum in Maschhad kann man einen Tabrizer Teppich mit dem Portrait von Kaiser Wilhelm II. bewundern und ein Teppich über die 7 Heiligen Stätten des Iran benötigte ca. 30.000.000 Knoten und 14 Jahre Arbeitszeit! Ein Museum für Badehäuser ist der Mehdi Gholibek Hamam mit einer zentralen Kuppel und das Shah Public Bath aus der Safawiden-Zeit (1648).

Bazaare – vom Handwerksartikel bis zum Souvenir

Drei große und endlos viele kleine Bazaare besitzt die Stadt Maschad, die alles anbieten, was man sich vorstellen kann. Die größten Bazaare sind zweistöckig, wie der Sara-ye Bazaar-e Reza mit Textilien und der Kuwaiti Bazaar am 17th Shahrivar Square.



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Friday, January 13, 2017

Reiseziel – Kermānschāh

Kermānschāh
Allgemeines über die Stadt Kermānschāh:
Die Stadt Kermānschāh liegt gut 500 Kilometer westlich von der Hauptstadt Tehrean entfernt. Kermānschāh besitzt eine Grenznähe zum Irak und liegt gut 400 Kilometer von der Hauptstadt des Iraks entfernt. In unmittelbarer Nähe liegt das Biseton Environmental Protected Areas. Hierbei handelt es sich um ein Schutzgebiet für die Natur. Kermānschāh gehört zur gleichnamigen Provinz Kermānschāh und ist eine der 31 iranischen Provinzen.

Vergangenheit der Stadt Kermānschāh: Kermānschāh besitzt eine tiefgreifende Geschichte. Bereits im 4. Jahrhundert existierte die Stadt, welche damals vom Gouverneuer Kerman Schah unterhalten wurde. Daher leitet sich auch der Name der Stadt ab. Kermānschāh wurde im laufe der Geschichte vielfach von verschiedenen Nationen erobert. Hierdrunter waren unter anderem russische und britische Truppen, welche als Eroberer auftraten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Ölindustrie in Kermānschāh stark ausgebaut. Während der Kämpfe im ersten Golfkrieg in den Jahren 1980 bis 1988 wurde die Stadt Kermānschāh stark zerstört. Bis heute sind die Auswirkungen des Krieges zwischen dem Iran und dem Irak in der Stadt sichtbar.

Infrastruktur der Stadt Kermānschāh:
Die Stadt Kermānschāh gilt als Endbahnhof auf der Strecke zwischen Arak und Kermānschāh. Mittlerweile kann, von Kermānschāh sogar die transiranische Eisenbahn in Arak, erreicht werden. Es gibt in der Stadt eine Universität. Die Razi Universität gilt als staatliche Hochschule, welche Studenten in den Bereichen Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Agrarwissenschaft, Ingenieurwesen, Sport, und Veterinärmedizin aufnimmt. Aktuell studieren knapp 9000 Studenten auf der Razi Universität.

Aktuelle Sicherheitslage in der Stadt Kermānschāh:
Aktuell schreibt das auswärtige Amt im Internet eine Reisewarnung, vor Reisen in die Provinzen, welche an den Irak grenzen aus. Da die Stadt Kermānschāh an die Grenze zum Irak liegt, ist auch diese Stadt betroffen. Laut Auswärtigem Amt besteht eine hohe Gefahr von Überfällen und Entführungen. Gelegentlich können auch die Grenzübergänge zum Irak geschlossen werden.

 



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Monday, January 2, 2017

Reiseziel – Ahvaz

Ahvaz

Allgemeines

Ahvaz (persisch Ahawas) liegt am Ufer des iranischen Flusses Karun. Dieser befindet sich in der am Persischen Golf gelegenen Provinz Chuzestan, welche im Südwesten Irans an der Grenze zum Irak liegt. Der Fluss unterteilt die Stadt in einen neueren Teil mit Industriegebieten und den älteren Teil, der links des Karun liegt. Etwa 1.100.000 Einwohner leben in Ahvaz, was sie Einwohnermäßig zur größten Stadt der Provinz macht. Meist wird persich gesprochen, dass auch die Amtssprache ist. Zu einem großen Teil wird aber auch die arabische Sprache verwendet. Ein Großteil der Einwohner Ahvaz sind Iraner mit arabischer Abstammung. Aber auch Schuschtari mit ihrem eigenen Dialekt und Luren, ein ehemaliges Nomadenvolk, sind in der Stadt heimisch.

Geschichtliches, ein Auf und Ab

Ahvaz steht an der Stelle, wo einst das antike Tareiana stand. Die Persische Königsstraße, eine antike Hauptstraße, führte hier über den Karun. Sie wurde im 5. Jahrhundert vor Christus von König Dareios dem I angelegt, um die Kommunikation zu erleichtern. Die Königsstraße erstreckte sich von Susa, nahe der Grenze zum Irak im südwestlichen Iran, bis nach Persepolis, einer altpersischen Residenzstadt. Tareina wurde später durch Ardaschir I, Begründer des Sassanidenreichs und dessen König ausgebaut. Namentlich ändere sich die Stadt in Hormuzd Ardaschir, in deren Nähe auf königlichen Erlass ein Damm über den Karun gebaut wurde. Dies hatte zur Folge, dass die Stadt so viel an Bedeutung gewann, dass sie bald zur Hauptstadt der Provinz Susania aufstieg. Muslimische Araber, welche das Reich eroberten, nannte Hormuzd Ardaschir in Suq al-Ahwaz (Marktplatz der Huzi) um. Ahwaz ist im arabischen Sprachgebrauch die Pluralform von Huzi. Ah In der Region waren die Huzi ein kriegerischer Stamm, nach denen auch die heutige Provinz Chuzestan benannt ist. Bis zur Zandschrebellion im 10. Jahrhundert blieb Ahawaz unter den Arabern eine Stadt von wirtschaftlicher Bedeutung. Bis ins 15. Jahrhundert erholte sich die Stadt wieder, bis es zum Bruch des Dammes kam.

Die Moderne

Nur 2000 Einwohner zählte die Stadt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Dies änderte sich mit dem Fund von Erdöl. Bereits 1926 stieg Ahvaz wieder zur Hauptstadt der Provinz auf. Im Jahr 1948 wurde die 100.000 Marke überschritten. Ein Bahnhof gliedert die Stadt heute in die Transiranische Eisenbahn ein. Ein Flughafen bindet Ahvaz in den internationalen Flugverkehr ein, was die Stadt auch für Touristen empfänglich gemacht hat.

 



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Thursday, December 22, 2016

Reiseziel Ghom

Ghom ist eine Stadt im Iran und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, mit etwa 1.100.000 Einwohnern und liegt etwa 132 Kilometer nördlich der Hauptstadt Teheran.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die goldene Kuppel des Schreins der Fatima Masumeh.
In Ghom befindet sich das größte Zentrum des schiitischen Islam auf der Welt.

Geschichte:
Architektonische Entdeckungen belegen, dass schon in vor-islamischer Zeit eine Siedlung unter dem Namen Kum etwa 5. Jahrtausend v.d.Z. existierte.

Ghom in der Gegenwart:
Die Islamisch-Theologische Hochschule in Ghom ist die wichtigste des gesamten Iran und Heimat der Kleriker, die seit der Revolution im Jahre 1979 das Land mit fester Hand regieren.

Besonderer Eindruck:
Obwohl über den Iran in der Welt eine Vielfalt von negativen Meinungen existieren, kann immer wieder festgestellt werden, dass Gäste freundlich und sympatisch empfangen werden.
Bei einer respektvollen und bescheidenen Einstellung, kann der Besucher schöne Tage in der heiligen Stadt verbringen.

Sehenswürdigkeiten:
Hazrat-e Masumeh:
Die Moschee (Heiliger Schrein der Fatima), die sich in der Nähe des Astane Platzes befindet, ist religiöser Mittelpunkt der Stadt Ghom.
Der sakrale Komplex von etwa 38.000 qm gehört zu den heiligsten Bauten des gesamten Iran.
Die Moschee hat insgesamt drei Kuppeln und sechs Minarette sowie mehrere Gebetshallen.
Auf dem gleichen Gelände befindet sich auch die Islamisch-Theologische Hochschule, die eine der der berühmtesten Ausbildungsstätten für Geistliche schiitischen Glaubens ist.

Astane-Platz:
Der Platz befindet sich in der Nähe des Schreins und ist ein Ort, wo der Besucher in Ruhe die Stimmung Ghoms in sich aufnehmen kann.
Viele Souvenir-Geschäfte laden zum Kauf ein und in den Abendstunden ist der Platz ein beliebter Anziehungspunkt für Besucher und Einheimische.

Imam Hassan Moschee:
Die Moschee, die sich an der Astane Avenue befindet, ist den ältesten schiitischen Gotteshäusern von Ghom zugehörig und der Ursprung geht auf das 3. Jahrhundert islamischer Zeitrechnung zurück.

Imam Khomeini:

imam-khomeini
Das Haus des Revolutionsführers ist ein zweigeschossiges Gebäude, wo Khomeini seinerzeit seine berühmten Reden hielt und ein Anziehungspunkt für Besucher.

Wirtschaft:
In Ghom werden Tonwaren, Glas und Textilien hergestellt sowie Baumwolle, Nüsse, Obst, Getreide und Mohn verarbeitet.
Darüber hinaus beherbergt Ghom Erdgas- und Ölfelder, sowie die umstrittene Anlage des Iranischen Atomprogramms.

Imam Musa Sadr Boulevard:
imam-musa-sadr-boulevardDer Boulevard ist eine Verkehrsachse, die durch die gesamte Stadt führt und sich auch am Fluss entlang schlängelt.
Sehenswert ist auch der Ghom-Bazar, der sich in der Nähe der Taleqani Avenue befindet und ein Ort, der besonders geeignet ist, sich Einheimischen anzuschließen und das iranische Treiben zu beobachten.



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Thursday, December 15, 2016

Internationaler Führerschein im Iran

Ich habe kürzlich erst einen Beitrag über den Verkehr im Iran veröffentlicht.
Die Essenz aus diesem Beitrag hat gelauten, dass der Verkehr im Iran sehr chaotisch und unübersichtlich ist. An die scheinbare Abwesenheit einer Straßenverkehrsordnung habe ich mich nie wirklich gewöhnen können, dennoch habe ich mich für den größten Teil dafür entschieden selbst zu fahren.

Mit dem Auto zu fahren hatte natürlich auch sein positives. So habe ich auf dem Weg zwischen zwei Städten herrliche Berglandschaften und Dörfer erlebt. Diese Eindrücke hätte ich im Zug leider übersprungen. Und außerdem ist der Verkehr auf dem Land sehr übersichtlich und ruhig. Die meisten Bewohner der ländlicheren Gegenden sind ohne hin nicht mit Autos sondern auf Motorrädern unterwegs.

Während meines Aufenthalts in Teheran und Isfahan bin ich täglich einige Kilometer mit dem Auto gefahren. Eine Kontrolle durch die Polizei habe ich in den beiden Großstädten allerdings nicht erlebt.
(Zugegeben der Verkehr sieht auch nicht aus als würde die Polizei das Gesetz erwirken wollen)

Die erste Verkehrskontrolle habe ich auf einer Art Landstraße außerhalb vom Ghom erlebt.
Zwei Beamte auf Motorrädern haben mich raus gewunken, besonder Lustig hierbei war, dass die Beamten sich nicht die Mühe machen wollten meine Unterlagen, wie Führerschein, Pass, Visum, Fahrzeugschein etc… zu kontrollieren, da ich Ausländer bin. So wurde mir also relativ schnell wieder die weiter Fahrt gewährt.

Auf die ersten Probleme mit meinem internationalen Führerschein bin ich in Ahvaz gestoßen.
Der Beamte von der Polizei hatte offenbar vorher nie einen internationalen Führerschein gesehen und wusste nichts damit anzufangen. Der int. Führerschein ist nur in Verbindung mit dem länderspezifischen Führerschein gültig. Ich habe dem Beamten also meinen deutschen Führerschein, den ich in Aachen erworben habe gegeben und den internationalen Führerschein. Nachdem der Beamte seinen Kollegen gefragt hat und diese dann kurz für ein Telefonat verschwunden sind durfte ich nach ca. 20 Minuten weiterfahren.

Insgesamt ist also zu sagen, dass es immer Sinnvoll ist eine Übersetzung seinen Führerscheines dabei zu haben um nicht in Probleme zu geraten.



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